Ambulantes Team WolkenKratzer
Aufsuchend, ressourcenorientiert und nah am Menschen – Jugendhilfe im eigenen Wohnraum nach §§ 30, 31, 41 SGB VIII.
WolkenKratzer leistet Jugendhilfe auch im eigenen Wohnraum: Betreutes Jugendwohnen, Erziehungsbeistandschaft und Nachbetreuung nach §§ 13 ff. SGB VIII.
Wir sind ein eng vernetztes Team mit umfangreicher Erfahrung in der Verselbständigung junger Erwachsener. Unsere zentrale Aufgabe besteht darin, junge Menschen mit Fluchthintergrund zu begleiten und zu befähigen, ihr Leben in Deutschland zu meistern. Dabei arbeiten wir eng mit unseren stationären Einrichtungen zusammen – ein nahtloser Übergang zwischen den Hilfen wird so gewährleistet. Wir bieten auch langjährige Erfahrung im erlebnispädagogischen Bereich an, um den betreuten jungen Erwachsenen durch Freizeitgestaltung zu helfen, gesellschaftlich besser zu partizipieren.
Wir arbeiten aufsuchend und ressourcenorientiert. Wir sehen unsere Betreuung als individuellen Prozess und holen den jungen Menschen dort ab, wo er sich gerade befindet.
Im Jahr 2017 haben wir festgestellt, dass der Prozess des Erwachsenwerdens für geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene besondere Herausforderungen birgt. Aufgrund der Flucht haben sie oft bereits in sehr jungen Jahren eine vollständige Trennung von ihrer Familie erlebt. Dadurch fehlen wichtige Aspekte, die das Erwachsenwerden sicher machen – Orientierung, Motivation und Begleitung. Um diesen Schritt beim Übergang ins Erwachsenenalter zu unterstützen, helfen wir zum Beispiel bei der ersten eigenen Wohnraumbeschaffung sowie bei den Themen Ausbildung und Arbeitssuche.
„Unser Ziel ist es, eine erfolgreiche Entwicklung in ein selbstverantwortliches Erwachsensein zu fördern.“
Wie wir uns weiterentwickeln
Wir entwickeln uns weiter und möchten unsere fachlichen Angebote um die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) erweitern. Damit unterstützen wir Familien direkt in ihrem häuslichen Umfeld bei Erziehungsfragen, Alltagsproblemen sowie bei Krisen und Konflikten. Ziel ist es, die Kompetenzen der Eltern zu stärken und die Entwicklung der Kinder innerhalb der Familie zu fördern. Die Hilfe erfolgt durch regelmäßige Besuche und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Familie. SPFH ist meist langfristig angelegt und verfolgt das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Zurück zur StartseiteAntworten auf einen Blick
Die wichtigsten Fragen von Jugendämtern, Familien und Interessierten – klar und direkt beantwortet.
Platzanfragen richten Sie bitte direkt an unsere Geschäftsstelle: kontakt@wolken-kratzer.net. Wir melden uns kurzfristig und leiten Sie zur zuständigen Einrichtungsleitung weiter.
Bei freien Plätzen ist eine Aufnahme häufig innerhalb weniger Tage möglich. Auch in dringenden Situationen bemühen wir uns um schnelle Rückmeldungen – sprechen Sie uns direkt an. Wir halten unser Aufnahmeverfahren schlank und wollen dadurch bewusst niedrigschwellige Angebote machen.
Stationär betreiben wir die Wohngruppen Landgraf, MEA Bremen und CasaRibo. Im ambulanten Bereich bieten wir Erziehungsbeistandschaft, Einzelbegleitung, Betreutes Jugendwohnen und weitere Hilfen an.
Wir nehmen regelmäßig an Hilfeplangesprächen teil, erstellen Entwicklungsberichte und pflegen engen Kontakt zur fallführenden Fachkraft. Kurze Kommunikationswege und Verlässlichkeit sind für uns selbstverständlich.
In Einzelfällen sind in Huchting und in der Neustadt kurzfristige Aufnahmen möglich, sofern mindestens ein Platz verfügbar ist. Kontaktieren Sie uns direkt – wir prüfen die Situation gemeinsam und reagieren so schnell wie möglich.
Unser Team besteht aus staatlich anerkannten Sozialpädagog:innen, Sozialarbeiter:innen und Erzieher:innen; viele bringen einschlägige Berufserfahrung mit, andere stehen am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn. Daher legen wir großen Wert auf kontinuierliche Fortbildung und Supervision.
Wir verfügen über ein verbindliches Schutzkonzept mit klaren Meldewegen und Interventionsplänen. Alle Mitarbeitenden werden regelmäßig geschult. Mehr dazu auf unserer Schutzkonzept-Seite. Unsere Kinderschutzfachkraft Dr. Oliver Bruns kümmert sich als zentrale Ansprechperson gezielt um dieses Thema.
Wir erstellen regelmäßige Qualitäts- und Entwicklungsberichte, nehmen an Hilfeplangesprächen teil und dokumentieren Auffälligkeiten zeitnah gemäß gesetzlichen Anforderungen und den Vorgaben der Aufsichtsbehörden.
Je nach individuellem Bedarf und Einrichtungskapazität ist das möglich (z. B. § 35a SGB VIII). Bitte schildern Sie uns den Fall – wir prüfen gemeinsam die pädagogische und organisatorische Passung.
In dringenden Fällen erreichen Sie die Einrichtungen direkt über die Leitungen. Bei akuten Krisen ist der Kinder- und Jugendnotdienst Bremen rund um die Uhr erreichbar (Tel. 0421 361 11000).
Nach der Aufnahme lernt Ihr Kind das Team und den Alltag kennen. In der Eingewöhnungsphase begleiten wir alle Beteiligten besonders eng – wir nehmen uns Zeit für Ihr Kind und für Sie als Familie.
Besuchs- und Kontaktregelungen werden individuell im Hilfeplan festgelegt. Wir fördern den Kontakt zur Familie, wo immer er dem Wohl Ihres Kindes dient – und gestalten ihn gemeinsam mit Ihnen.
In der Regel übernimmt das Jugendamt die Kosten der Hilfe zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII). Ob und in welcher Höhe Eltern zu einem gesetzlichen Kostenbeitrag herangezogen werden, prüft das Jugendamt individuell.
Feste Strukturen, gemeinsame Mahlzeiten, Schule, Freizeitgestaltung und pädagogische Einzelgespräche geben Orientierung und Sicherheit. Der konkrete Tagesablauf variiert je nach Einrichtung und Alter des Kindes.
Jedes Kind hat feste Bezugspersonen für die Betreuung. Darüber hinaus steht Ihnen die Einrichtungsleitung für übergeordnete Fragen zur Verfügung – Sie sind nie allein mit Ihren Anliegen.
Wir arbeiten eng mit den Schulen zusammen, begleiten bei Schulwegen, unterstützen bei Hausaufgaben und koordinieren bei Schulwechsel oder besonderem Förderbedarf. Bildung ist ein zentraler Bestandteil unserer Betreuung.
Die Dauer ist individuell und wird im Hilfeplan festgelegt. Es gibt keine standardisierte Laufzeit – entscheidend ist der Entwicklungsstand und der Bedarf Ihres Kindes, der regelmäßig gemeinsam überprüft wird.
Kleidung für verschiedene Anlässe, Schulmaterialien, persönliche Gegenstände sowie wichtige Dokumente (Impfpass, Krankenversicherungskarte, Geburtsurkunde). Die Einrichtung gibt Ihnen vor der Aufnahme eine genaue Checkliste.
Ja. Ambulante Hilfen wie Erziehungsbeistandschaft oder Einzelbetreuung können im häuslichen Umfeld stattfinden und erfordern nicht automatisch eine Unterbringung. Welche Form am besten passt, entscheiden Sie gemeinsam mit dem Jugendamt.
Sprechen Sie zuerst die Bezugsbetreuer:in oder Einrichtungsleitung an. Alternativ steht eine unabhängige Beschwerdestelle zur Verfügung. Mehr dazu und alle Kontaktwege finden Sie auf unserer Beratung & Beschwerde-Seite.